Inquisition und Vertreibung

24.10.2013                      20.Cheschwan.5774

Spanien (1492) und Portugal(1498):

Inquisition und Vertreibung

Nach der Vereinigung der beiden Länder Aragonien und Kastilien (s. Karte), die durch die Ehe zwischen Ferdinand dem Katholischen mit der Thronerbin Isabella von Kastilien zustandegekommen war (1474), brach für Spanien eine neue Ära an.

Das Herrscherpaar wollte sich nicht mit der politischen Einheit allein begnügen, sondern setzte es sich zum Ziel, auch die religiöse Einheit, die gewaltsame Verschmelzung aller im vereinigten Königreich vertretenen Stämme im Schmelztiegel der katholischen Kirche, endgültig zum Abschluß zu bringen. Von den beiden Aspekten, unter denen sich hierbei die Judenfrage darbot: dem der judaisierenden Marranen oder »Geheimjuden« und dem der eigentlichen Juden, trat zunächst der erste in den Vordergrund des Interesses. Die erstarkte Staatsgewalt hatte es nicht mehr nötig, das Heil von Straßenexzessen zu erwarten und konnte getrost auf legalem Wege vorgehen….