Irans Raketen nur noch Schutt und Asche

07.12.2011                      11.Kislev. 5772

Riesige Explosion:

Irans Raketen nur noch Schutt und Asche

Satellitenfotos zeigen Ausmaße der Explosion, die das Entwicklungsprogramm des Iran erheblich zurückgeworfen hat. Waren es gezielte Sabotageakte aus dem Ausland? Aber möglicherweise stecken auch Oppositionsgruppen dahinter.

Die Explosion war noch im 40 Kilometer entfernten Teheran zu hören, eine riesige weiße Wolke stieg über der Basis der iranischen Revolutionsgarden in Bidganeh auf. Nach offiziellen Angaben wurden bei der Explosion am 12. November 17 Menschen getötet, nach Schätzung ausländischer Experten könnte die Zahl aber auch deutlich höher gelegen haben. Auch der Chef des iranischen Raketenprogramms, General Hassan Moghaddam, war unter den Toten.

Der Vergleich von Satellitenbildern der Anlage vor und nach dem Zwischenfall zeigt, mit welcher Wucht die Explosion einen großen Teil der Anlage verwüstete. Das iranische Langstreckenraketenprogramm habe einen herben Rückschlag erlitten, schreibt die "New York Times" nun unter Berufung auf amerikanische Regierungsquellen. Auf der Basis, die in einem mehrere Quadratkilometer großen militärischen Sperrgebiet liegt, sei mit Festbrennstoff experimentiert worden. Mit Festbrennstoff betriebene Raketen haben nicht nur eine größere Reichweite, sie lassen sich schneller transportieren und sind viel schneller einsatzfähig als mit herkömmlichem Flüssigbrennstoff betriebene Geschosse. Im Fall einer möglichen Militäraktion gegen den Iran könnten Feststoffraketen so schnell abgefeuert werden, dass es den Angreifern kaum gelingen dürfte, die Geschosse zuvor unschädlich zu machen. Sowohl für die Vereinigten Staaten als auch für Israel sind die iranischen Fortschritte in der Festbrennstofftechnologie deshalb beunruhigend….