Israel auf die wüste Tour

13.03.2012                      19.Adar. 5772

Negev:

Israel auf die wüste Tour

Der Negev im Süden des Landes bietet mehr als nur Steine: Rasende Gazellen, einen guten Schluck Merlot und die raue Herzlichkeit eines eigenwilligen Wüstenvolkes. Im Kibbuz von Mitzpe Revivim begann bereits im Jahr 1943 die Besiedlung.

Mit jedem Kilometer, den unser Pick-up-Bus zurücklegt, um auf der vierspurigen Autobahn das pulsierende Tel Aviv hinter uns zu lassen, scheint Ziv fröhlicher zu werden. Denn die Sandwege und Steinschluchten der Negev-Wüste sind seine Heimat. "Es gibt zwei Staaten", sagt der studierte Hydrogeologe, während von der Straße aus rechts der Gazastreifen zu erahnen und dann links hinter einem Zaungitter das Westjordanland in Gestalt eines Dörfchens plus Moschee zu sehen ist. "Zwei Staaten, Israel-Palästina im Norden und der Negev im Süden." Ziv lacht, als er das sagt. Hinter der Negev-Metropole Beer Sheva wird die Gegend flacher und scheint nun immens, es ist eine Mondlandschaft voll kieseliger Hügel. Noch weiter südlich erahnen wir dann auf einmal, was Ziv uns sagen will: Vergiss – wenigstens für eine Weile – die ganzen Nahost-Streitereien und auch die innerisraelischen Kulturkämpfe, denn hier zählt weder "links" noch "rechts"….