Israel und der Tempelberg: Weder verheißen noch heilig

31.07.2012                      12.Aw. 5772

Judentum:

Israel und der Tempelberg: Weder verheißen noch heilig

In der jüdischen Tradition hängen der Heilige und das Heilige sowie die Vorstellung der göttlichen Verheißung vom sittlichen Verhalten der Menschen ab, nicht vom inneren Wert eines Fleckchens Erde, wo immer es sei. Wer diese Feststellungen schockierend, ja geradezu ketzerisch findet, braucht nur die biblischen Quellen zu studieren, um sich vom Gegenteil zu überzeugen.

Während die täglichen Nachrichten aus Tel-Aviv und Jerusalem, Gaza und sogar New York die Möglichkeit eines Friedensvertrages im Nahen Osten bald greifbar nahe, bald unerreichbar fern erscheinen lassen, ist es wohl die Frage der Souveränität über die Heiligen Stätten, die auch am Beginn des dritten Jahrtausends im Mittelpunkt der politischen und psychologischen Pattsituation steht, die in dieser Weltgegend seit über fünfzig Jahren herrscht….