Israelische Schlammschlachten im Wahlkampf

07.01.2013                      25.Tewet. 5773

Ausgang ungewiss:

Israelische Schlammschlachten im Wahlkampf

Der Wahlkampf in Israel wird immer chaotischer und der Wahlausgang am 22. Januar immer ungewisser. Virtuelle Koalitionen werden geschlossen und wieder aufgelöst, noch ehe der Wähler seine Stimme abgegeben hat. Ob die Umfrageinstitute die großen Verlierer sind, oder fast alle Parteien, wird erst in der Wahlnacht bekannt werden. Während sich die prominentesten Politiker gegenseitig vorwerfen, „Extremisten“ von links wie rechts zu stärken, bleibt der israelische Wähler verwirrt auf der Strecke.

Der als „sicher“ geltende Wahlsieger ist Premierminister Benjamin Netanjahu. Das meinen 80% der Israelis, also auch solche, die nicht für Netjahus Likud-Partei stimmen wollen.
Das Bündnis des Likud mit Avigdor Liebermans rechtsgerichteter „Israel Beiteinu“ Partei hat keineswegs das gewünschte Ergebnis gebracht. Die Idee war, mit vereinten Käften mehr Mandate zu erhalten, als die bisherigen 45 Sitze der insgesamt 120 Abgeordneten in der Knesset. Doch das Bündnis hat offenbar die Stammwähler beider Parteien abgeschreckt. Im freien Fall abgestürzt darf Likud-Israel-Beiteinu bestenfalls noch mit 34 Mandaten rechnen, weniger als die Likudpartei im Alleingang erhalten hätte….