Judenfeinde wie wir

13.08.2011                      13.Aw-Elul, 5771                      Wa'etchanan

Bücher:

Judenfeinde wie wir

Sozialpolitiker werden aufschreien: Der Historiker Götz Aly hat ein provozierendes Buch geschrieben, in dem er das sozialstaatliche Gerechtigkeitsstreben für eine der Voraussetzungen des Holocaust hält. Seine These: Die Juden seien die größten Gewinner der Modernisierung im 19. Jahrhundert gewesen und hätten so Neid auf sich gezogen.

Für jeden historisch Denkenden bleibt es die Fragen aller Fragen: Wie kam es, dass ein so zivilisiertes, fortgeschrittenes Volk wie die Deutschen etwas so Barbarisches wie die Entrechtung, Vertreibung und Ermordung der Juden dulden und ins Werk setzen konnte? Wer hier Antworten sucht, wird sich nicht damit begnügen können, den Holocaust in einem schwarzen Loch des Verstehens verschwinden zu lassen, als schlechterdings unerklärliche, ja außerhistorische Tatsache von namenlosem Schrecken….