Klassen-Kampf gegen „Judenknechte“: Der linke Antisemitismus in der DDR

25.11.2013                      22.Kislew.5774

Antisemitismus in der DDR:

Klassen-Kampf gegen „Judenknechte“: Der linke Antisemitismus in der DDR

Gregor Gysi beklagt den linken Antisemitismus. Er sollte ihn nicht überraschen: In der DDR waren antisemitische Klischees Teil der Propaganda gegen den Kapitalismus. Führende Journalisten wurden nahtlos von Autoren für SS-Blätter zur Elite der DDR. Die Säuberungen in der UdSSR hatten ihr Pendant in einer antisemitischen Kampagne in der DDR. Viele der antisemitischen Muster haben die DDR-Zeit überlebt. Er gibt eine bemerkenswerte Kontinuität des Antisemitismus von der Nazi-Zeit bis zum Ende der DDR – und darüber hinaus.

Gregor Gysi sagt in einem Interview mit der Welt:

In der DDR gab es immer gute offizielle Beziehungen mit der PLO und gar keine Beziehung zu Israel. Deshalb gibt es im Osten bei vielen, zumindest in meiner Partei, ein schlechtes Gewissen. Als ich eine andere Politik machte gegenüber Israel, wurde das dort deshalb auch offen angenommen. Im Westen hatte die Bundesregierung immer gute Beziehungen zu Israel, aber kaum Beziehungen zur PLO. Wenn man in der Opposition zur herrschenden Politik war, stellte man sich deshalb aufseiten der Palästinenser, zumal sie die Schwächeren sind, keinen eigenen Staat haben.“….