Krakau gilt als die schönste Metropole Polens.

11.03.2012                      17.Adar. 5772

Stadtansichten:

Krakau gilt als die schönste Metropole Polens.

….Auf der Suche nach den verlorenen Juden

Vor dem Krieg lebten mehr als 60.000 Juden in Krakau, jeder vierte Einwohner der Stadt war jüdisch. Heute besteht die jüdische Gemeinde meist ältere Menschen, von denen nur wenige aus Krakau stammen. Die meisten sind nach 1945 zugezogen oder auf der Durchreise in den Westen hängen geblieben.
Dennoch ist Krakau voller Juden, sie sind überall. In den "Tuchhallen" am Rynek, dem großen Platz im Zentrum der Stadt, in den Cafés im Stadtteil Kazimierz, die "Ariel", "Bagel Mama", "Arche Noah" und "Rubinstein" heißen, in den Galerien und Buchläden. Am beliebtesten bei den Touristen sind die aus Holz geschnitzten frommen Juden in ihren traditionellen Kleidern, dem langen, schwarzen Kaftan über einem weißen Hemd und mit einem großen schwarzen Hut auf dem Kopf. Sie werden in der Umgebung von Krakau in Heimarbeit hergestellt und kosten, je nach Größe, zwischen 40 und 200 Zloty, zehn bis fünfzig Euro. Allein im Kazimierz, dem früheren Judenviertel der Stadt, gibt es sieben Synagogen. Aber nur eine ist noch im Betrieb, die frühere Armensynagoge "Kupa" in der "ulica Miodowa" (Honigstraße). Mitte des 17. Jahrhunderts erbaut, hat sie die Nazizeit überstanden, wurde im August 1945 von polnischen Antisemiten geplündert und angezündet und diente dann von 1951 bis 1991 einer Invaliden-Genossenschaft als Werkstatt und Lagerhalle. Dann wurde sie der jüdischen Gemeinde in Krakau übergeben und mithilfe einer Stiftung restauriert….