Leben zwischen Traditionsgebundenheit und Wandel

29.12.2012                      16.Tewet. 5773                      Wajechi

Orthodoxe in Israel:

Leben zwischen Traditionsgebundenheit und Wandel

Einerseits geraten orthodoxe Juden in Israel zunehmend in die Kritik, anderseits übt ihre Lebensform grosse Faszinationskraft aus. Rama Burshteins preisgekrönter Film «Filling the Void» dürfte bald auch ausserhalb Israels den Blick auf die Zwänge und Freiheiten lenken, zwischen denen sich orthodoxe Frauen bewegen.

«Die Religiösen» – für viele in Israel sind sie ein Feindbild, eine unbequeme Instanz, die dafür sorgt, dass am Sabbath keine Busse fahren und dass ein Grossteil der Geschäfte und manchmal auch die Kinos geschlossen bleiben. Kritisiert wird in Israel ausserdem, dass viele der «Haredim», der streng religiösen Männer, nicht in die Armee gehen und nicht arbeiten, sondern sich ausschliesslich dem Thora-Studium widmen. Auch die in dieser Gesellschaft vorgeschriebene Abgrenzung zwischen Männern und Frauen sorgt immer wieder für Aufregungen. Die streng reglementierte Lebensweise dieser Gruppe, die gut zehn Prozent der Bevölkerung stellt, ist für die meisten Aussenstehenden ein Mysterium….