LIBYEN: Ein gedemütigtes Volk begehrt auf

03.04.2011                      28.Adar ll, 5771

Kommentar:

LIBYEN: Ein gedemütigtes Volk begehrt auf

Derzeit schießen sie wieder wie Pilze aus dem Boden: Die selbsternannten Nahost-Experten. Sie kennen das Land oft nur aus den Medien oder Büchern. Persönlich waren Sie kaum vor Ort, wissen aber sehr genau, was in Libyen vor sich geht und wie generell die künftige Strategie im Umgang mit arabischen Staaten aussehen soll. Und natürlich werde es in Libyen ohnehin enden wie im Irak oder in Afghanistan, besser der Westen mische sich nicht ein – sollen sich die Araber doch „die Köpfe einhauen“. So schlecht sei es in Libyen gar nicht gewesen. Gaddafi hätte immerhin für eine freie Schulbildung gesort, eine kostenlose Gesundheitsversorgung und die Zügel straff in der Hand gehalten, höre und lese ich derzeit oft. Was für ein Musterstaat!
Den Menschen ginge es doch vergleichsweise gut, die politische Lage sei stabil.
Und dass der libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi politische Kritiker seit Jahrzehnten skrupellos foltert und in den vergangenen Wochen so brutal gegen seine Gegner vorging, in Orten wie Misurata, Zawja und Ajdabiya Blutbäder anrichtete und Demonstranten von bezahlten afrikanischen Söldnern regelrecht massakrieren ließ? Ja, also das könne man nicht wirklich verifizieren, wer wisse denn schon woher diese Bilder stammten. Meist handle es sich nur um verwackelte Handyaufnahmen.
Überhaupt- was wollen diese Aufständischen wirklich? Sicherlich kämpfen sie nicht für demokratische Ziele. Bestimmt sind es wieder irgendwelche Islamisten….