«Unsere Kinder kennen weder Drogen noch Sex

03.01.2012                      08.Tewet. 5772

Interview:

«Unsere Kinder kennen weder Drogen noch Sex

Die Zürcher Juden verurteilen die Frauenfeindlichkeit in Israel. Separate Trottoirs oder Busabteile zu fordern, sei lächerlich. Getrennte Schulklassen für Mädchen und Buben gibt es aber auch in Zürich.

Herr Kremer, jüngst wurde in Israel ein achtjähriges Mädchen auf ihrem Schulweg angespuckt , weil sie nicht züchtig genug gekleidet war. Wie nehmen die Zürcher Juden die Konflikte zwischen säkularen Israeli und fanatischen Ultraorthodoxen wahr?
Wissen Sie, es gibt in Zürich keinen einzigen ultraorthodoxen Juden, der für die Forderungen dieser Fanatiker mehr als ein müdes Lächeln übrig hätte. Separate Trottoirs für Frauen – die Einstellung existiert hier bei uns einfach nicht. Der Fanatiker, der das Kind angegriffen hat, wird hier von allen verurteilt. Und nicht nur hier; sämtliche Rabbiner in Israel haben dies aufs Schärfste verurteilt. Aber manchmal suchen die säkularen Israeli und teilweise auch die Presse Gründe, um die Orthodoxen anzugreifen und bauschen solche Einzelfälle auf….