Mordorgie christlicher Fundamentalisten

09.08.2011                      09.Aw-Elul, 5771                      Tischa BeAw

Irushalaim – Al Kuds vor 900 Jahren:

Mordorgie christlicher Fundamentalisten

Am 15. Juli 1099 (23.Tamus 4859 / D'ThThN''T), einem Freitag vor 900 Jahren, erlebte Jerusalem eines der schrecklichsten Massaker seiner Geschichte. Siegestrunkene Christen, Kreuzfahrer aus Europa, erschlugen in der gerade eroberten Stadt alle Menschen, derer sie habhaft werden konnten.

Fast 70.000 Muslime und Juden, Männer Frauen, Kinder, starben in der Schlächterei, so arabische Quellen. Christliche Chronisten halten sich etwas zurück, aber fünfstellig sind auch deren Zahlen.

"Knöchelhoch hat das Blut der Ermordeten gestanden und in Strömen ist es die heutige David- und Kettenstraße hinab geronnen".

Wie war eine solche Mordorgie zu erklären? Keiner der Bewohner Jerusalems hatte Christen etwas angetan. Muslime und Juden lebten in völliger Eintracht in der Heiligen (Al-Kuds). Als die Ritter des ersten Kreuzzugs mit blutigen Schwertern und dem Ruf "Deus vult – Gott will es" die Menschen Jerusalems schlachteten, standen sie am Ende einer dreijährigen Odyssee, die ganz anders verlaufen als geplant war….