Moslem im Jüdischen Museum: Einmal Weltbild verändern, bitte

31.05.2011                      27.Ijar, 5771                      Tag 42 des Omer

Lebenslauf:

Moslem im Jüdischen Museum: Einmal Weltbild verändern, bitte

Der 25-jährige Ahmad Abdalla war früher Mitglied der Muslimbruderschaft – heute führt er Gruppen durch das Jüdische Museum in München.

Ein Blick in den Nahen Osten, auf den scheinbar unlösbaren Konflikt zwischen Arabern und Israelis, zwischen Islam und Judentum, lässt die Geschichte, die Ahmad Abdalla erzählt, unglaublich klingen: Ein junger Moslem aus Ägypten, der als Besucherbetreuer im Jüdischen Museum arbeitet. Doch das ist nicht irgendeine idealistische Fiktion, sondern Alltag des 25-Jährigen.

Vor mehr als zwei Jahren kommt Ahmad nach Deutschland. Er will die Sprache lernen, Film studieren, landet dann doch irgendwie bei Orientalistik und Geschichte. In seinem Hebräisch-Kurs empfiehlt ihm einer das Jüdische Museum, ein guter Ort für einen Nebenjob. "Es hat mich sehr interessiert", sagt Ahmad, "und außerdem wollte ich mit dem Klischee brechen, dass alle Araber antisemitisch sein sollen."…