Mursi und der Sinai

21.09.2012                      05.Tischrei. 5773

Gefährliches Machtvakuum:

Mursi und der Sinai

Der idyllische Landzipfel am Nordwestende des Indischen Ozeans mit seinen atemberaubenden Gebirgslandschaften, weiß schillernden Dünen, azurblauen Wassern und einzigartigen Korallenriffen weiß nicht so recht, ob er zu Asien oder Afrika gehören soll. Die schwer zugänglichen, zerklüfteten Gebirgslandschaften als Landbrücke zwischen drei Kontinenten sind nicht nur beliebtes Urlaubsparadies für Sonnenhungrige und geschichtsträchtige Fundgrube für Geologen, Archäologen und Historiker, sondern seit jeher auch Eldorado für Schmuggler, Flüchtlinge und Terroristen.

Am frühen Abend des 5. August eröffneten schwer bewaffnete und maskierte Dschihad-Kämpfer das Feuer auf ägyptische Soldaten, die in einer Armeestellung in der Grenzstadt Rafah im Nordosten der Halbinsel, ungefähr drei Kilometer vom Grenzübergang Karam Abu Salem, das Ramadan-Fasten brachen. Die Dschihadisten töteten 16 ägyptische Grenzer, brachten zwei Schützenpanzer in ihre Gewalt und durchbrachen mit ihrer Hilfe beim weiter südlich gelegenen Grenzübergang Kerem Schalom die Befestigungen zu israelischem Gebiet. Dort wurden die Angreifer von der israelischen Armee gestoppt und getötet….