Nach der Shoa

30.10.2011                      02.Cheschwan. 5772                       Sommerzeit endet

Bücher:

Nach der Shoa

Über das Leben jüdischer Displaced Persons von 1945-1951 in Bayerisch-Schwaben berichtet ein neues Buch. Die Beiträge des Bandes, die von der Befreiung aus den Konzentrationslagern bis hin zum Aufbau und Verwaltung der DP-Camps und der Unterbringung jüdischer Flüchtlinge in Privathäusern, erzählen, basieren auf Referaten der Fachtagung “Geschichte und Kultur der Juden in Schwaben” von 2009.

Ein „neues Blümchen“, das nun wieder in der „unreinen braunen Erde Deutschlands“ wächst, nannten die Redakteure die Geburt ihrer Zeitung „A Heim“. Die erste Ausgabe erschien am 19. Februar 1946 (18. Adar 5706) im DP-Lager Leipheim. „Mir welln lozn hern undzer sztim und wort“ – also Stimme und Wort wieder hören lassen, war ein großes Anliegen der Sche`erit Haplejta, der Überlebenden der Shoa. Die Sehnsucht nach Zeitungen, nach Schreiben und Lesen war übergroß. Bereits am 4. Mai 1945 erschien in Buchenwald als erste jüdische Zeitung nach der Shoa „Techia ha-metim“ (Auferstehung der Toten), die „der Anfang einer sich neu entwickelnden Presse“ sein wollte. Eine Presse, die würdig war, „die Fahne der jüdischen Kultur und des freien jüdischen Arbeiterwortes zu tragen“….