Näher kann man Jesus nicht sein

09.04.2011                      05.Nisan, 5771

Pilgerreise:

Näher kann man Jesus nicht sein

Mehr als 30.000 Christen aus aller Welt drängen sich zu Ostern in Jerusalem, um der Kreuzigung Christi zu gedenken.

Zwei Dutzend Pilger drängen sich durch die schmale Gasse in der Altstadt von Jerusalem. Einige von ihnen sind als Zeichen des Leids mit roter Farbe beschmiert, andere tragen riesige Holzkreuze auf dem Rücken. Dann spricht Henry, der Priester aus South Carolina: „Hier stürzte Jesus zum ersten Mal.“
Seine Worte werden vom Klappern der Scheren der Barbiere, vom Feilschen der Händler, vom Dröhnen der CD-Spieler in den Auslagen beinahe übertönt. Doch sie haben Gewicht: Einigen in der Gruppe laufen die Tränen über die Wangen. Das sei normal, sagt Henry. „Wenn in Jerusalem überhaupt etwas normal ist.“
Es ist Karfreitag, die wichtigste Prozession im Jahr. An ein Durchkommen ist in der Gasse kaum noch zu denken. Überall stehen Pilger….