Obama zu Israel und den Palästinensern

20.05.2011                      16.Ijar, 5771                      Tag 31 des Omer

Grundsatzrede:

Obama zu Israel und den Palästinensern

US-Präsident Barack Obama hat in seiner Nahostrede in Washington am Donnerstag ein ganzes Drittel dem israelisch-palästinensischen Konflikt gewidmet. Angesichts der gewaltigen Umwälzungen in der riesigen arabischen-islamischen Welt von Tunis über Libyen, Ägypten, Jemen, Syrien, Irak, Iran, Pakistan und Afghanistan sowie Bahrein wirkt das etwas überproportional. Aber immerhin hat er fatale Fehler seiner ersten großen Nahostrede in Kairo vor zwei Jahren nicht wiederholt.

Damals hatte er die israelischen Siedlungen für „illegal“ erklärt, anstatt sie als „Hindernis für den Frieden“ zu bezeichnen. Obama hatte so eine verhandelbare politische Frage in ein rechtliches Problem verwandelt. Nabil Schaath, Chefverhandler der Palästinenser, hatte die Weigerung der Palästinenser, mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu trotz eines zehnmonatigen Baustopps in den Siedlungen die Friedensverhandlungen zu erneuern damit begründet, dass über „Illegales“ nicht verhandelt werden könne.
Äquidistant geißelte Obama palästinensischen Terror, Hetze und dass „Kinder in der Region gelehrt werden, sie (die Israelis) zu hassen“, dem er die „Erniedrigung“ der Palästinenser gegenüber stellte, noch nie in einer eigenen Nation gelebt zu haben und durch die Besatzung zu leiden….