Ökumenische Beobachter

10.07.2013                      03.Aw.5773

Hintergrund:

Ökumenische Beobachter

Seit Jahren lässt der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) das Verhalten von Israelis gegenüber Palästinensern in den von Israel 1967 eroberten Gebieten „beobachten“. Ausgerechnet im Jahr 2002 – inmitten der „Al-Aksa-Intifada“ – hat er dazu das „Ökumenische Begleitprogramm in Palästina und Israel“ (EAPPI) initiiert. Im Rahmen dieses Projekts waren mittlerweile rund 1.000 Freiwillige aus der westlichen Welt im Konfliktgebiet unterwegs. Dabei konzentrieren sich diese Beobachter fast ausschließlich auf die „Unterdrückung“ der Palästinenser. Israels Sicherheitsbedenken spielen hingegen kaum eine Rolle.

Wer erinnert sich noch an die so genannte Al-Aksa-Intifada? Israel wird von palästinensischem Terror erschüttert. Heimtückische Anschläge versetzen die Bevölkerung in Angst und Schrecken. Überall lauert der Tod. Gefährdet sind alle Orte, an denen sich Menschen versammeln. Nicht nur in großen Städten, auch am Bahnsteig von Naharija und an der Kreuzung nach Umm el-Fahm gibt es Attentate. Ziel dieses Terrors, der von Herbst 2000 an fünf Jahre lang Israel heimsucht, ist, möglichst viele Israelis umzubringen. In Bussen, bei Familienfeiern und in Restaurants, in Einkaufszentren und beim Gebet, nirgends herrscht Sicherheit. Deutschlands Botschafter berichtet, es habe in dieser Zeit durchschnittlich alle zehn Tage einen Terroranschlag gegeben….