Österreich diskriminiert die Mehrheit der Juden

04.06.2012                      14.Siwan. 5772

Neues Israelitengesetz:

Österreich diskriminiert die Mehrheit der Juden

Als Rabbinerin bin ich entsetzt, dass der österreichische Staat die große Mehrheit der Juden in der Welt und ihre religiösen Gremien und Entscheidungsträger diskriminiert.

Was ich und meine Kolleginnen und Kollegen tun, wird in der großen Mehrheit der jüdischen Gemeinden in der Welt anerkannt. Doch wenn wir jemanden als Jude oder Jüdin anerkennen oder verheiraten, kann es durchaus sein, dass die IKG Kindern den Besuch der jüdischen Schule verweigert und ihnen nicht einmal das Recht auf eine jüdische Beerdigung zugesteht. Will Österreich wirklich ein Land sein, in dem es heißt „nicht-orthodoxe Juden unerwünscht“?
Als Bürgerin eines Staates der Europäischen Union bin ich entsetzt darüber, dass 150 Jahren nach Einführung der Religionsfreiheit der österreichische Staat festlegen will, was Judentum sei. Der Staat hat seinen Bürgerinnen und Bürgern die freie Religionsausübung zu ermöglichen….