„Operation Wolkensäule“

16.11.2012                      02.Kislew. 5773

Hintergrund:

„Operation Wolkensäule“

Um zehn Minuten vor vier Uhr am Mittwochnachmittag begegnete dem silberfarbenen KIA auf der Straße im Zentralgazastreifen der Tod. Am Steuer des eigentlich unscheinbaren PKW saß Achmed Dscha’abari, der Leiter des militärischen Arms der radikal-islamischen Hamas, die seit Sommer 2007 den Gazastreifen beherrscht. Der Raketenangriff der israelischen Luftwaffe auf Dscha’abari, bei dem auch ein Sohn und zwei Leibwächter des Fahrers getötet wurden, war der Beginn einer Serie von gezielten Tötungen und Luftangriffen auf Waffenlager im gesamten Gazastreifen von Gaza-Stadt im Norden bis Rafah im Süden.

Als die Sonne am 14. November 2012 im Mittelmeer versank, waren noch immer schwere Explosionen zu hören. Rauchsäulen standen über Gaza-Stadt. Erste Berichte sprachen von sechs Toten und zehn, vielleicht fünfzehn Verletzten. Der israelische Angriff, kurz nach Bekanntwerden schon als „Operation Wolkensäule“ bezeichnet, folgte tagelangem Raketenbeschuss auf die an den Gazastreifen grenzenden Ortschaften im Süden Israels. Die Explosion eines Tunnels, der von Gaza aus tief unter israelisches Territorium gegraben worden war, und schließlich ein Raketenangriff auf einen israelischen Armeejeep, bei dem vier Soldaten teilweise schwer verletzt wurden, der von der Hamas gefilmt und dann auch noch über das Internet verbreitet worden war, hatten das Fass zum Überlaufen gebracht….