Palästinenser gegen Herodes-Ausstellung

21.01.2013                      10.Schwat. 5773

Ideologische Zwecke?:

Palästinenser gegen Herodes-Ausstellung

Das Jerusalemer Israel Museum hat die Eröffnung der weltweit ersten Ausstellung über das architektonische Erbe von König Herodes am 12. Februar angekündigt. Doch rund um die Aufsehen erregende Ausstellung entwickelt sich schon eine politische Kontroverse.

Hamdan Taha, stellvertretender Minister für Altertümer in der Palästinensischen Autonomiebehörde, kritisierte die geplante Ausstellung, weil die Ausstellungsobjekte unter Verletzung internationaler Konventionen ohne palästinensische Zustimmung aus dem besetzten Westjordanland nach Israel gebracht worden seien. Weder die Ausgrabung auf dem Herodionberg südwestlich von Bethlehem noch die Ausstellung seien mit der palästinensischen Behörde koordiniert worden. “Die Ausgrabung ist ein weiteres Beispiel für die Verwendung von Archäologie und Geschichte für ideologische Zwecke … Das dient nicht einem umfassenden Frieden zwischen den beiden Völkern, dem palästinensischen und israelischen Volk”, sagte Taha dem arabischen TV-Sender Al Arabija. Der Herodionberg liegt im israelisch besetzten „C-Gebiet“, außerhalb der von Palästinensern seit den Osloer Verträgen verwalteten Territorien….