Pessimismus in Nahost

03.01.2012                      08.Tewet. 5772

Vor Verhandlungen:

Pessimismus in Nahost

Vor den ersten direkten Gesprächen zwischen Israelis und Palästinensern seit mehr als 15 Monaten herrscht wenig Optimismus. Unterhändler beider Seiten wollten am Dienstagnachmittag in der jordanischen Hauptstadt Amman mit Vertretern des Nahost-Quartetts zusammentreffen.

Dabei sollen die Bedingungen für eine Wiederaufnahme von Friedensgesprächen erörtert werden. Der israelische Rundfunk zitierte am Morgen Regierungskreise in Jerusalem mit der Einschätzung, das Treffen an sich sei wichtig. Man rechne jedoch nicht mit einer Einigung auf neue Verhandlungen. Auch der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat hatte vor den neuen Gesprächen vor zu hohen Erwartungen gewarnt. Er betonte am Montag, die Palästinenser forderten weiterhin einen Siedlungsbaustopp Israels sowie eine Anerkennung der Grenzen von 1967 als Gesprächsbasis. Israel will jedoch nur ohne Vorbedingungen verhandeln. An dem Gespräch in Amman nehmen auch der israelische Gesandte Izchak Molcho sowie der jordanische Aussenminister Nasser Dschude teil….