Propalästinismus, islamistische Indoktrinierung und Judeophobie in Frankreich

27.02.2013                      17.Adar. 5773

Frankreich:

Propalästinismus, islamistische Indoktrinierung und Judeophobie in Frankreich

Von seltenen Ausnahmen abgesehen sind Juden im heutigen Frankreich hinsichtlich Arbeit, Wohnen und Bildung nicht mehr Opfer von Diskriminierung. Sie haben freien Zugang zu den Medien- und Kulturberufen, zu Beschäftigungen in der Verwaltung und sind nicht mehr benachteiligt beim Zugang zu politischen Verantwortungen. Aber sie sind Opfer von Stigmatisierungen, von Drohungen und körperlicher Gewalt, die aus neuen sozialen, kulturellen und politischen Milieus stammen, die mit den alten Milieus der anti-jüdischen extremen Rechten nichts mehr gemeinsam haben.

Gleichzeitig sind sie auch Opfer einer permanenten globalen Diffamierung durch einen Teil der Medienlandschaft, der „antizionistischen“ Ansichten verbunden und Sprachrohr der negativen Gerüchte über sie ist. Das setzt sie einer permanenten Verdächtigung aus, die sich auf ihre als kriminelle Komplizenschaft wahrgenommene Solidarität mit Israel bezieht. Zur antijüdischen Gewalt „von unten“, die im wesentlichen den in Frankreich geborenen Islamisten zuzuordnen ist, gesellt sich die kulturelle Judeophobie „von oben“, produziert und reproduziert durch die Repräsentanten eines „linksradikalen“, politisch-intellektuellen und medialen Milieus, die mechanisch der palästinensischen Sache verbunden sind und mit Hilfe ihrer einflußreichen Positionen zu einer judeophoben Massenindoktrinierung beitragen. Dieser kulturelle Linksradikalismus besetzt einen viel breiteren Raum, als der politische Linksradikalismus einnimmt. Er übertritt die Grenzen zwischen Linken und extremen Linken und prägt in einigen Bereichen (Anti-Israelismus, Anti-Amerikanismus) die „politisch korrekte“ öffentliche Meinung….