Rabin – ein guter Ökonom

21.11.2011                      24.Cheschwan. 5772

Frieden und Wirtschaft:

Rabin – ein guter Ökonom

Am letzten Samstagabend war ich auf dem Rabin-Platz. Ich bin dort jedes Jahr, als Teil meiner Bürgerpflicht, demjenigen die Ehre zu erweisen, der auf dem Altar des Friedens ermordet wurde. Jeder sollte mindestens einen Tag im Jahr dem frustrierenden Gedanken widmen, dass, wenn der Allgemeine Sicherheitsdienst (SHABAK) seine Arbeit richtig getan und den Mörder festgenommen hätte, wir uns heute in einer ganz anderen, viel besseren Wirklichkeit befänden.

In diesem Jahr hatte die Versammlung ein aktuelles politisches Gesicht. Die Sprecher zögerten nicht, sich für Verhandlungen und gegen jene auszusprechen, die uns gern mit Blut und Feuer überziehen würden. Einige erinnerten an das Erbe Yitzhak Rabins auf dem Gebiet der Nächstenliebe, Selbstopferung und der Ernsthaftigkeit, doch niemand hat über die wirtschaftliche Revolution gesprochen, die Rabin herbeigeführt hatte. Rabin hat das zwar indirekt getan, doch das Oslo-Abkommen vom 13. September 1993 war einer der besten Wirtschaftspläne, die hier jemals aufgestellt wurden.
Rabin war der erste, der bewies, dass es einen klaren Zusammenhang zwischen Frieden und Wirtschaft gibt, zwischen Frieden und Aufschwung, zwischen Frieden und Arbeitslosenzahlen, zwischen Frieden und Gesellschaft….