Ramadan in Jerusalem

05.08.2011                      05.Aw-Elul, 5771

Leere Strassen:

Ramadan in Jerusalem

Geduldig schaut Abu Ziad zu, wie der Händler beim Damaskustor der Altstadt Jerusalems Handteller große Pfannkuchen in eine Papiertüte packt, das Kilo für 12 Schekel (2,20 Euro). Im Laden nebenan wird aus einem großen Bottich flüssiger Teig mit einer metallenen Gießkanne nachgefüllt und mit schnellen Bewegungen auf eine heiße Platte gegossen.

Innerhalb von Sekunden wirft das Pfannküchlein Blasen und wird mit einem Spachtel auf ein geflochtenes Tablett geworfen. Winzige schwarze Körner, Zwiebelsamen, werden als Würze darüber gestreut. „Wir nennen das Kataef. Das ist die traditionelle Ramadan-Speise. In den Pfannkuchen packen Sie Walnüsse, Datteln oder Käse, je nachdem, ob sie Kataef süß oder salzig mögen. Dann tunken wir das Päckchen in Öl“, erklärt Abu Ziad. Stolz stellt er sich als Cousin des bekannten Politikers Ziad Abu Ziad vor. Im Schnellkurs erklärt er uns auf der Straße die wichtigsten Sitten des muslimischen Fastenmonats….