Rom und Jerusalem: Macht gegen Gerechtigkeit

18.05.2011                      14.Ijar, 5771                      Pesach Scheni; Tag 29 des Omer

Judentum:

Rom und Jerusalem: Macht gegen Gerechtigkeit

Neben aller mystischen Ausweitung der messianischen Idee geht es es im politischen Kern darum, in der kommenden Zeit die Herrschaft Roms durch die Herrschaft Judäas abzulösen. Das Regime der Gewalt soll der Herrschaft der Gerechtigkeit weichen.

Rom war der Inbegriff dessen, was aus der Welt verschwinden müsse. Gegen Rom und seine Devise "arma et leges", richtete sich in Israel ein ungeheuerer Hass. Rom hatte leges, Gesetze, wie das Judentum auch. Aber in diesem Gleichen lag das Trennende; denn diese leges waren nur die Nutzanwendung der arma, der Waffen; sie komplettierten nur eine Formel, die jeder Servilität so imponierend erschien. Aber losgelöst von den Waffen waren diese leges leere Formeln, die mit Gerechtigkeit statt mit juristischem Recht zu füllen kein Mensch aufstand….