Schmerzhafte Häutungen

22.02.2012                      29.Schwat. 5772                      Jom Kippur Katan

Hamas:

Schmerzhafte Häutungen

In der Hamas ringen Meschaal und Hanija um den Kurs und die Macht. Dabei geht es auch um die Frage, ob die Islamistenpartei den bewaffneten Kampf gegen Israel aufgeben solle.

Wer verstehen will, was in diesen Tagen in der Hamas vor sich geht, muss sich, eben in diesen Tagen, die Reiserouten ihrer Anführer ansehen. Zuerst flog Ismail Hanija nach Iran, um zusammen mit Präsident Ahmadineschad und Ajatollah Chamenei den 33. Jahrestag der islamischen Revolution zu begehen.
Dort versprach der Hamas-Ministerpräsident aus dem Gazastreifen, dass seine Organisation Israel niemals anerkennen werde. „Der Kampf wird bis zur vollständigen Befreiung des Gebiets Palästinas und Jerusalems und zu der Rückkehr aller Flüchtlinge weitergehen“, gelobte Hanija, bevor er nach Qatar weiterreiste. In Doha traf er sich mit Chaled Meschaal. Der Hamas-Politbürochef hat mittlerweile Damaskus verlassen und seine Zelte in dem Golf-Emirat aufgeschlagen, das zusammen mit der Türkei und Ägypten intensiv daran arbeitet, die palästinensischen Islamisten dazu zu bewegen, ihre Allianz mit Teheran und seinem Verbündeten Syrien aufzugeben….