Schüler Union kritisiert Schulbuchverlage

10.10.2011                      12.Tischrei. 5772

Schulbücher in Deutschland:

Schüler Union kritisiert Schulbuchverlage

Forderung nach unabhängiger Berichterstattung in Schulbüchern.

Die Verlage Klett, Cornelsen und Westermann stellen ca. 90% des gesamten Umsatzes an Schulbüchern – ein Marktanteil, der eine große Verantwortung mit sich bringt. Schüler lernen mit Schulbüchern, sie wachsen mit ihnen auf, die Bücher prägen ganze Generationen.

Umso kritischer sieht die Schüler Union Niedersachsen den Umgang der großen Verlage mit dem Nahost-Konflikt, welches nur ein Beispiel von vielen beschreibt, in denen nicht ausgewogen berichtet wird. "In vielen Berichten sind den Schulbüchern leider tendenziöse Darstellungen zu entnehmen, solche Umstände sind nicht zu entschuldigen und dürfen nicht toleriert werden", so Jonas Soluk, Landesvorsitzender der Schüler Union Niedersachsen.
Geht man die Politik- und Geschichtsbücher durch, stechen viele Artikel ins Auge, welche nicht mit der einhelligen Meinung anerkannter Historiker übereinstimmen. So berichtet der Klett-Verlag im Lehrbuch "Nahost – Der Kampf um das Heilige Land", dass die zweite Intifada die Reaktion auf "Israels Unnachgiebigkeit" sei und verschweigt dabei, dass die Intifada im Sommer 2000 trotz eines umfangreichen Friedensangebotes an Arafat gestartet wurde, welches er im Vorfeld ausschlug. Anstatt den irrationalen Hass auf Israel von Teilen der Palästinenser und einen weitverbreiteten Hang zum Terrorismus zu verurteilen, wird versucht eine empathische Stimmung für Terroristen aufzubauen….