„Solidarität mit Israel und seiner Bevölkerung“

01.06.2013                      23.Siwan. 5773                      Schlach Lechah

Interview:

„Solidarität mit Israel und seiner Bevölkerung“

Seit 20 Jahren engagiert sich die Deutsch-Israelische Gesellschaft Saar für die Verständigung zwischen beiden Staaten. Doch gebe es in Deutschland eine Strömung, die Israels Existenz in Frage stellt, so Vorsitzende Iris Neu.

„Ich erlebe häufig, dass gerade auch viele jüngere Deutsche beim Thema Holocaust zwar tiefe Betroffenheit demonstrieren, dem Staat Israel aber missbilligend, nicht selten sogar aggressiv gegenüberstehen“, sagt Iris Neu. Vor 20 Jahren noch war das anders, sagt die SZ-Redakteurin. Der Oslo-Friedensprozess zur Lösung des Nahostkonflikts war gerade in Gang gekommen, die Stimmung diesbezüglich nicht zuletzt in Deutschland euphorisch. 1993 ist Neu Gründungsmitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) Saar, weil sie „für eine Solidarität mit dem Staat Israel und seiner Bevölkerung“ werben und wirken will. Weil sie vor dem Hintergrund des Holocaust für Verständigung und Verständnis beider Völker untereinander eintreten will. Inzwischen ist die DIG Saar 20 Jahre alt und feiert am 20. Juni in Saarbrücken ihr Jubiläum. „Wir haben in diesen 20 Jahren viel erreicht“, sagt Neu, seit 1997 Vorsitzende der DIG Saar. Doch sie stellt auch eine „verheerende Entwicklung fest, weil selbst hierzulande inzwischen gelegentlich das Existenzrecht Israels in Frage gestellt wird“….