Taharah, Tumah und Mikvvah

31.03.2011                      25.Adar ll, 5771

Judentum:

Taharah, Tumah und Mikvvah

Erläuterungen im Kontext ritueller Reinheitsgebote:

Tahara, rituelle Reinheit, und Tumah, rituelle Unreinheit, sind wichtige Konzepte im Judentum. Die Tora verlangt in bestimmten Situationen die Wiederherstellung physischer und psychischer Unversehrtheit, eine Beschreibung, mit dem Tahara vielleicht besser erklärt werden kann als mit dem Begriff Reinheit, der im Deutschen so sehr an körperliche Sauberkeit geknüpft ist und den Begriff stark einengt.

Tahor wird in der hebräischen Bibel oft im Zusammenhang mit den Reinheitsgeboten für die Priesterschaft verdeutlicht und meint tauglich, um den Tempel zu betreten bzw. Opfer darzubringen.

Sein Pendant tameh, meint also nicht tauglich, nicht klar und unversehrt. Tameh waren in der Tora jene Menschen, die entweder mit einem Toten in Berührung gekommen waren oder körpereigene Substanzen verloren hatten, hauptsächlich männliches Ejakulat und weibliches Menstruationsblut sowie Menschen, die von Geschlechtskrankheiten befallen waren (Lev. 15). Entgegen der häufigen Missinterpretationen, wird hier deutlich, dass nicht nur die Frauen rituell unrein sein können….