Teilchenschleuder in der Wüste

02.08.2012                      14.Aw. 5772

Entwicklungshilfe:

Teilchenschleuder in der Wüste

In Jordanien entsteht „Sesame“, eine der leistungsfähigsten Synchrotronanlagen der Welt und die einzige im Nahen Osten. Ein ehrgeiziges Multikultiprojekt der Wissenschaften.

Der Nahe Osten gilt als politisches und religiöses Pulverfass. Unruhen und Revolutionen scheinen dort an der Tagesordnung zu sein, und die Regierungen von Nachbarstaaten sind zum Teil tief zerstritten. Mitten in dieser Region schickt sich eine Wissenschaftsinitiative an, die Konflikte zu überwinden und die Tür zur Kooperation von Menschen aus den verschiedensten Ländern aufzustoßen. Die Rede ist von der Synchrotronanlage „Sesame“, die derzeit in Jordanien aufgebaut wird. Es ist ein ehrgeiziges Projekt: Neun Staaten, die auf dem politischen Parkett zum Teil wenig gemeinsame Interessen zeigen, haben sich zusammengeschlossen, um die Forschungseinrichtung gemeinsam zu errichten und zu betreiben: Ägypten, Bahrain, Iran, Israel, Jordanien, Pakistan, Palästina, die Türkei und Zypern. In drei Jahren soll die Anlage fertiggestellt sein und energiereiche und brillante Synchrotronstrahlung für vielfältige Forschungsaufgaben liefern….