Unzüchtige Dreijährige

28.12.2011                      02.Tewet. 5772                       Channuka 8

Ultra-Orthodoxe:

Unzüchtige Dreijährige

In Israel fordern Ultraorthodoxe strikte Geschlechtertrennung, selbst im Kindergarten. Frauen auf Werbeplakaten sieht man längst nicht mehr. Die Regierung gibt klein bei. Als sich eine fromme Frau im Bus zu den Männern setzte, wurde sie als Hure beschimpft.

Ein Rabbi empfahl Soldaten, lieber zu sterben, als singenden Frauen zuzuhören.

Frau S. fährt heute Bus, und sie ist aufgeregt. Ihre letzte Busreise, vor etwa einem Jahr, endete in Tränen. Frau S., die ihren Namen lieber nicht nennen möchte, ist keine ultraorthodoxe Jüdin, aber eine fromme Frau ist sie schon. Niemals würde sie am Sabbat einen Lichtschalter betätigen oder mit dem Auto fahren, sie hält sich an die jüdischen Speisevorschriften, trägt nie aufreizende Kleidungsstücke und bemüht sich auch sonst um einen gottgefälligen Lebenswandel. Aber was der Busfahrer da vor einem Jahr von ihr verlangte, ging ihr dann doch zu weit: "Er sagte, Frauen müssten hinten einsteigen und hinten sitzen", erzählt sie, und ihre Wut ist keineswegs verflogen. Die Geschlechtertrennung solle verhindern, dass den Männern beim Anblick einer Frau unanständige Gedanken kämen, erklärt sie und fügt schelmisch hinzu: "Wenn die das nötig haben …"…