Visumszwang für den Gazastreifen

05.10.2011                      07.Tischrei. 5772

Auch für Journalisten:

Visumszwang für den Gazastreifen

Für den Gazastreifen gilt jetzt Visumszwang: Die „de facto“ Regierung der Hamas-Organisation im Gazastreifen hat angekündigt, dass jeder ausländische Besucher fünf Tage im Voraus ein Visum beantragen müsse.

Diese Regelung gelte auch für Journalisten, die bisher problemlos und ohne Anmeldung von Israel aus durch den Grenzübergang Erez in den Gazastreifen wechseln konnten. Journalisten müssten der Hamas „Dokumente“ einreichen und in einigen Fällen auch einen behördlich genehmigten „Sponsor“, also Gastgeber, angeben. Ebenso erfuhr die Vereinigung für Auslandspresse in Israel (fpa), dass Journalisten gezwungen würden, sich einen Fahrer und Führer zu mieten, die dann die Termine vereinbaren. Offenbar wolle so die Hamas volle Kontrolle über die Tätigkeiten der Journalisten und über ihre Treffen erhalten.
Da Journalisten nicht fünf Tage lang warten können, wenn etwas passiert und sie zeitnah berichten wollen, hatte die fpa eine Delegation zu Dr. Hassan Abu Hashish geschickt, dem Leiter des Medienbüros der Hamas-Organisation. Eine Stunde lang sprach am Montag Abu Hashish mit den Vertretern der Auslandspresse, arabische Korrespondenten von CNN, Reuters, ap und BBC….