Von Helden und Abenteurern

06.05.2011                      02.Ijar, 5771                      Tag 17 des Omer

Die Dummies aus Dachau:

Von Helden und Abenteurern

Bislang läuft im Team der Dachauer Dummies bei der Allgäu-Orient-Rallye auf dem Weg nach Jordanien alles nach Plan – fast alles.

Warum scheint die Sonne der Besatzung des blauen Rallyewagens ins Gesicht? Eigentlich müsste sie ihr doch den Rücken wärmen. Und warum fließt die Donau denn in diese Richtung? Stopp, da stimmt was nicht. Richtig. Das Team der Dummies, drei Autos mit je zwei Insassen, die allesamt bei Autoliv in Dachau beschäftigt sind, hat sich gleich am ersten Tag der Allgäu-Orient Rallye mal kurz verfahren. In Linz. Halb so wild, ein Schutzmann, den die Sechs später auf ihrer Internetseite zum "Helden des Tages" küren, bringt sie zurück auf den richtigen Weg gen Osten.

In insgesamt zehn Tagen wollen Jens Hoffmann, Anton Grießbach, Werner Sailer, Klaus Massanetz, Matthias Reinhardt und Sonja Kuchler von Oberstaufen aus Jordanien erreichen. Sie stellen drei der 100 Teams, die an der größten Veranstaltung dieser Art – bezogen auf die Teilnehmerzahl und die Strecke von 6600 Kilometern – teilnehmen. Für eine gute Sache. Denn die Allgäu-Orient-Rallye unterstützt in Kooperation mit dem World Food Programm der Vereinten Nationen und der jordanischen Allianz gegen Hunger mehrere Projekte im humanitären Bereich. Die Abenteurer müssen sich aber auch dem strengen Reglement der Veranstalter unterwerfen. Ihre Fahrzeuge müssen verkehrssicher, aber mindestens 20 Jahre alt sein oder dürfen, falls jünger, den Wert von 1111,11 Euro nicht überschreiten. Autobahnen und Mautstraßen sowie Navigationssysteme sind tabu. Pro Tag dürfen maximal 666 Kilometer zurückgelegt werden. Und übernachtet wird in Zelten, im Auto oder in Unterkünften, die im Schnitt nicht mehr als 11,11 Euro pro Nacht kosten. Am Ende werden die Autos dann für den guten Zweck verkauft….