Warum das Jiddische eine Renaissance erlebt

25.04.2011                      21.Nisan, 5771                      Schwii schel Pesach; Tag 6 des Omer

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Warum das Jiddische eine Renaissance erlebt

Auf der Suche nach den europäischen Wurzeln: Ausgerechnet im modernen Tel Aviv wird das lange verpönte Jiddisch wiederentdeckt.

Der zentrale Busbahnhof von Tel Aviv ist nicht nur der größte Busbahnhof der Welt, er ist auch der unübersichtlichste. Auf sieben Etagen und in zahllosen düsteren Gängen, die scheinbar ins Nichts führen, kann man sich trefflich verlaufen. Irgendwo in einem solchen Gang, nicht weit von einer Partneragentur für philippinische Gastarbeiter, liegt das „Living Yiddisch Museum und Library“.
Wer in die drei großzügig geschnittenen Räume tritt, erinnert sich nach wenigen Schritten schon nicht mehr an das hektische Treiben des Bahnhofs. Die Teppiche scheinen den Lärm der draußen dröhnenden Popmusik zu verschlucken, der Gestank von Falafel und Schawarma weicht dem staubigen Duft alter Bücher….