Warum die Welt die syrischen Rebellen im Stich lässt

04.03.2012                      10.Adar. 5772

Analyse, 4. Teil:

Warum die Welt die syrischen Rebellen im Stich lässt

Eine militärische Intervention in Syrien liegt nicht im Interesse des Westens und der Arabischen Liga. Im vierten Teil unserer Syrien-Serie erklärt Nahost-Experte Arnold Hottinger, wer welche Interessen vertritt.

Fast die ganze Welt kritisiert das Verhalten der syrischen Regierung, die auf ihre eigene Bevölkerung schiessen lässt. Doch das Regime hat drei Freunde: Russland, China und den Iran. Für die Russen ist Syrien der letzte Klient aus der arabischen Welt.
Die syrische Armee ist seit der Sowjet-Zeit mit russischen Waffen ausgerüstet, und Russland kann den Hafen Tartous als den einzigen Mittelmeerhafen für seine Kriegsschiffe nutzen. Moskau ist noch immer empört über die Nato-Aktion in Libyen, die es durch Stimmenthaltung im Sicherheitsrat mit ermöglicht hatte. Ein solcher Fehler soll der russischen Diplomatie nicht noch einmal unterlaufen….