Was meinen Sie mit „Tod, Israel“?

04.10.2011                      07.Cheschwan. 5772

Aus der Ferne betrachtet:

Was meinen Sie mit „Tod, Israel“?

Heute Morgen ging meine Tochter zur Schule, besorgt wegen ihrer Gemeinschaftskundearbeit. Als sie nach Hause kam, machte sie sich Sorgen über Raketensprengköpfe. Denn wie sich diese Woche herausstellte, befindet sie sich in deren Reichweite: Ihre Schule liegt nun innerhalb des Radius der Raketen, die weiter fliegen und tödlichere Sprengladungen haben als die Waffen, die wir bis vor kurzem kannten. Ihre Explosionskraft ist stark genug, um Fenster im siebten Stock eines Hochhauses zu zerstören.

Meine Tochter ist eine unbewaffnete Nichtkombattantin. Das sollte eine Rolle spielen. Das sollte vor allem für die Progressiven eine Rolle spielen, die – zu Recht – glauben, dass die unveräußerlichen Menschenrechte vor allem für Kinder klaren Vorrang vor strategischen Planungen von Nationen-Staaten und dem Verlangen nach Nationalismus haben.
Es sollte auch eine Rolle spielen, wenn Progressive bei Kriegsverbrechen, die gegen Israel verübt werden, ein Auge zudrücken oder –wenn wir schon dabei sind- bei Kriegsverbrechen, die von Syrien gegen Syrer verübt werden. Es wird unterstellt, dass die Verbrechen Israels das Ausmaß der Verbrechen des „Dritten Reiches“ haben, weshalb man die Gewalt, die von Israels Feinden gegen israelische Zivilisten ausgeübt wird, entweder als unbedeutend oder gerechtfertigt betrachtet….