Werder klärt über jüdische Schicksale auf

10.10.2011                      13.Cheschwan. 5772

Aufklärung:

Werder klärt über jüdische Schicksale auf

Anlässlich des 73. Jahrestages der Reichspogromnacht am 9. November hatte das Werderaner Bündnis für Kulturaustausch und gegen Rassismus und Gewalt (Kurage) für den Vorabend zu einem Bürgerforum eingeladen. Darin wurde vor allem diskutiert, wie die Werderaner des jüdischen Lebens in ihrer Stadt gedenken können.

„Das Thema muss in der ganzen Stadt auf ein breiteres Echo stoßen“, forderte Kurage-Vorsitzender Uwe Dinjus. Für die jüngsten antisemitischen Vorfälle an der Carl-von-Ossietzky-Oberschule sei diese aber nicht verantwortlich. „Auch am Glindower Fuchsberg gab es vor wenigen Wochen Hakenkreuz-Schmierereien, und im Vorjahr hatten wir in Werder 70 Straftaten mit Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit“, so Dinjus.
So beschlossen die Kurage-Mitglieder, in einer Gruppe die jüdische Geschichte der Stadt zu dokumentieren. „Damit leisten wir die Grundarbeit, hinter die sich dann die Stadtverordneten stellen müssen“, sagte der Werderaner Historiker Hartmut Röhn. Das Interesse der Stadt an der eigenen Geschichte sei wenig ausgeprägt, beklagte er….