Wo du hin gehst

28.10.2013                      24.Cheschwan.5774

Shoah:

Wo du hin gehst

Die Geschichte einer kleinen Todesanzeige und einer großen Liebe in den Zeiten des Hasses.

Leipzig, Januar 1944, eine Traueranzeige in den Leipziger Neuesten Nachrichten. "Auf tragische Weise nahm das Leben, voll nimmermüder Liebe und Fürsorge, … ein viel zu frühes Ende." Worte, die einen vorzeitigen, unerwarteten Tod andeuten. Hier aber gelten sie einem Menschheitsverbrechen. Mitten im nationalsozialistischen Deutschland vermelden sie den Tod von Beate Kranz, ermordet in Auschwitz. Unterzeichnet hat sie Theo Kranz, ein Leipziger Bauarbeiter. Eine schlichte Todesanzeige in der damals üblichen Größe. Doch diese Zeilen sind mehr als nur Ausdruck persönlichen Schmerzes. Sie sind die Anklage eines Mannes gegen die Mörder seiner Frau….