Wunden gibt es immer wieder

01.08.2012                      13.Aw. 5772

Bayreuth:

Wunden gibt es immer wieder

Zwischen Geschichtsaufarbeitung und Zukunftskritik: Was "Tristan", "Lohengrin", "Tannhäuser" und "Parsifal" über den aktuellen Stil von Bayreuth verraten.

Die Auftaktwoche endet, wie sie begann, mit einem großen Hakenkreuz. Es leuchtet am letzten Premierentag auf der Videoleinwand im zweiten Akt der "Parsifal"-Inszenierung von Stefan Herheim. SS-Männer schießen mit Sturmgewehren, an der Decke spannt der Reichsadler seine Schwingen aus. Aber der Spuk dauert nur ein paar Minuten, bis der Held Parsifal den heiligen Speer in die Höhe reckt und den Nazizauber mit Getöse in sich zusammenfallen lässt….