Zeruya Shalev verkörpert das säkulare Israel

06.10.2012                      20.Tischrei. 5773                      Chol Hamo'ed 4

"Welt"-Literaturpreis:

Zeruya Shalev verkörpert das säkulare Israel

Der "Welt"-Literaturpreis 2012 geht an die Schriftstellerin Zeruya Shalev. Mit großer erzählerischer Kraft schildert sie, wie sich Staat und Gesellschaft Israels seit der Gründung verändert haben.

Solche Szenen erlebt das Berliner Concorde-Hotel nicht alle Tage: Sitzt da, mitten in der kalten Pracht der durchgestylten Lobby, eine attraktive Frau um die Fünfzig, die sich nicht nur dank ihrer Schlankheit etwas Mädchenhaftes bewahrt hat – und sofort verändert sich die Atmosphäre. Denn Zeruya Shalev tut ganz und gar nicht das, was der Dekor hier vorzugeben scheint, sie hält nicht Hof, sie zelebriert kein Literatentum. Sie zieht einfach Menschen an….