Zur Lage der Christen in der arabischen Welt

24.11.2011                      27.Cheschwan. 5772                      Jom Kippur Katan

Doppelter Standart:

Zur Lage der Christen in der arabischen Welt

Der “arabische Frühling” bedeutet akute Gefahr für die christlichen Minderheiten in der gesamten islamischen Welt. Der bevorstehende blutige Herbst und Winter kann das Ende uralter christlicher Gemeinden bedeuten. Nicht zufällig klammern sich die syrischen Christen an Präsident Baschar Assad, trotz der Massaker. Unter Assad dürften sie sich sicherer Fühlen als unter dem voraussichtlichen Chaos danach oder gar einer Machtübernahme von Islamisten.

Die kaum beachtete Flucht Tausender Christen aus Irak nach dem Sturz Saddam Husseins war nur ein Vorbote ähnlicher Entwicklungen in anderen arabischen Ländern.

Wenige Wochen vor Ausbruch des Aufstandes in Ägypten gegen Präsident Hosni Mubarak sprengten sich Selbstmordattentäter vor Kirchen in Alexandria. Im Oktober rasten Militärs mit Kettenfahrzeugen in eine koptische Protestdemonstration hinein. Es gab Tote und Verletzte. Dieses „Maspero-Massaker“ zeigt, dass eine der ältesten christlichen Gemeinschaften, die Nachkommen der pharaonischen Ägypter, kaum mehr eine Zukunft in ihrem Land haben. Auch ohne Islamisten an der Macht in Kairo, wurden Kopten verhaftet, „weil sie Christen sind“. Die frühere konservative britische Ministerin Ann Widdecombe bezichtigte westliche Regierung, sich mehr um Homosexuelle in islamischen Ländern zu kümmern, als um verfolgte Christen….