Zur Raubkunst-Debatte in Deutschland

05.02.2014                      05.Adar I.5774

Was nun zu tun ist:

Zur Raubkunst-Debatte in Deutschland

Einundachtzig Jahre nach der sogenannten Machtergreifung der Nationalsozialisten sind die zwi­schen 1933 und 1945 von Deutschen verübten monströsen Verbrechen und ihre Nachwirkungen noch immer präsent. Der Schwabinger Kunstfund vom Herbst 2013, der die brisanten Verstrickun­gen des verstorbenen NS-Kunsthändlers Gurlitt senior und seines inzwischen hochbetagten Sohnes Cornelius zutage förderte, ist nur eines von vielen Beispielen für jene zahllosen NS-Hypotheken, die nicht vergehen wollen. In ihrer Folge ist jetzt auch eine Debatte um die in deutschen Muse­en und Privatsammlungen verbliebenen Raub- und Beutekunstwerke entbrannt.

Im Fokus stehen dabei nicht in erster Linie moralische Erwägungen, sondern grundlegende Fragen von Recht und Unrecht: Eigentum ist gestohlen worden und muss den rechtmäßigen Besitzern zurückgegeben werden. Gleichwohl lassen sich die beschämenden Versäumnisse von einst und heute nicht aufein paar zwielichtige Kunsthändler und -sammler beschränken….